lisztraum
platz platz platz


navi-konzept

 

L I S Z [ : T : ] R A U M
Notturno für 3 Klaviere, Raumklänge, 3 Schlagwerker, Live-Elektronik und Video
von Gerhard Krammer

Die Idee
Das Stück
Die Umsetzung
Die Vision
Termine

 

Die Idee
Franz Liszt wurde am 22.10.1811 in Raiding geboren.
Franz Liszt trat am 19.07.1886 in Luxemburg zum letzten Mal in der Öffentlichkeit auf (Festsaal des Bürgercasinos, heute Casino Luxembourg, Forum d´art contemporain).
Franz Liszt starb am 31.07.1886 in Bayreuth.

Raiding – Luxemburg - Bayreuth : drei  LISZ[:T:]RÄUME

Diese drei LISZ[:T:]RÄUME werden durch eine Komposition für 3 Klaviere, 3 Schlagwerker, Live-Elektronik und Video zusammengeführt.

Top

 

Das Stück
An drei Orten (Raiding – Luxemburg – Bayreuth) wird zeitgleich das Stück LISZ[:T:]RAUM gespielt (Komponist: Gerhard Krammer). Dabei handelt es sich um ein „gemeinsames“ Stück, in dem die einzelnen Stimmen räumlich getrennt sind.

Die „Räume“ sind
- der Geburtsraum
- der letzte Auftrittsraum
- der Sterberaum

In jedem dieser Räume befindet sich ein Klavier, auf dem einzelne Module des Stückes gespielt werden. Dabei bringt die Verwendung der historischen Instrumente in Raiding und Bayreuth eine zusätzliche Dimension und einen weiteren Bezug zu Franz Liszt.
Im neuen Liszt-Konzertsaal Raiding befinden sich drei Schlagwerker (Marimba, 2 Vibraphone), die ein weiteres Modul der Komposition spielen. Video wird dabei ebenfalls eingesetzt und verbinden die Einzelteile zu einem großen, neuen Ganzen.
Musikalisches Material von Franz Liszt wird reflektiert, wie die Sonate für Klavier (Schlaflos – Frage und Antwort) – sowie aus dem Spätwerk „Trübe Wolken – Nuages Gris“

LISZ[:T:]RAUM stellt Fragen, versucht Antworten anzubieten.

Top

 

Die Umsetzung
Die einzelnen LISZ[:T:]RÄUME (Raiding / Luxemburg / Bayreuth) sind sowohl über Audio- als auch über Videoleitungen miteinander verbunden. Die Solisten synchronisieren sich mit jeweils zeitgleichen Uhren. An einem zentralen „Regieplatz“ im neuen Liszt-Konzertsaal Raiding laufen alle Leitungen zusammen. Dort werden auch die einzelnen Instrumentalstimmen über ein Digitalmischpult zusammengemischt und via Lautsprecherboxen in den Konzertsaal zugespielt.

Zu diesen Zuspielungen musizieren die drei Schlagwerker gleichzeitig. Ihr Part ist ebenfalls nach der gemeinsamen Zeit synchronisiert.
Weiters werden Videobilder der Pianisten von den Ausführungen live via Internet an den zentralen „Regieplatz“ übermittelt. Diese werden über 3 Beamer in den Konzertsaal projiziert. Somit entsteht neben dem „gemeinsamen“ Klang auch ein „gemeinsames“ Erscheinungsbild: aus den drei getrennten LISZ[:T:]RÄUMEN wird ein gemeinsamer akustischer und optischer LISZ[:T:]RAUM.

Die Livebilder werden durch einen vorproduzierten Film des Videokünstlers Antoine Wagner ergänzt, der in dieser Arbeit die verschiedenen LISZ[:T:]RÄUME ebenfalls zusammenführt.

Das gleichzeitige Spielen an verschiedenen Orten reflektiert auch ein wichtiges Element im Leben von Franz Liszt: Das Wandern, das Reisen, das Verändern.

Top

 

Die Vision
Das Konzept von LISZ[:T:]RAUM bringt eine völlig neu Erfahrung von „Musik“, „Raum“ und „Zeit“ mit sich. Es lässt aufgrund der technischen Möglichkeiten eine neue Erlebnis- und Aufführungssituation sowohl für die Musiker als auch für das Publikum entstehen. Die Gleichzeitigkeit eines Ereignisses an verschiedenen Orten und wieder zusammengeführt auf einen Raum lässt sich mit der Ausdrucksform der Musik in ihrer vertikalen Synchronizität als künstlerische Methode für diese Darstellungsform einzigartig einsetzen.

Eingefahrene Bahnen verlassen und Grenzen überwinden – geographische, stilistische und mentale: das Programm des Avantgardekünstlers Franz Liszt. Eine mögliche Umsetzung:
L I S Z [: T :] R A U M

Top

 

Termine
15. Oktober 2006 – Franz Liszt Konzertsaal Raiding (AUT)
19. Juli 2007 – Casino Luxemburg (LUX)
31. Juli 2007 – Bayreuth (GER)

Top